In der Humanmedizin gibt es eine Unterteilung in medizinische Fachgebiete. Für Übersichtsszwecke wurden diese verschiedenen Gruppen und inhaltlichen Differenzierungen geschaffen. Auf all diesen unterschiedlichen Gebieten sind in Deutschland, der Schweiz und Österreich Weiterbildungen möglich. Auf diese Gruppeneinteilungen bauen Zusatz-Weiterbildungen auf. Gemäß den differenzierten Fachgebieten lassen sich ausgebildete Ärzte in Praxen nieder oder arbeiten in Kliniken.
Auflistung von A-Z
In alphabetischer Reihenfolge erstrecken sich diese Fachgebiete über alle behandelbaren Bereiche des menschlichen Körpers und seiner Psyche. Sie beinhalten die Arbeit der Vor- und Nachbereitung bei Operationen sowie der Notfallmedizin (Anästhesiologie). Sie verknüpfen Diagnostik, Methodik und Forschung in der Genetik. Sie haben das Ziel die Beeinflussung hygienischer Gegebenheiten zur Erhaltung der Gesundheit und ihrer Förderung. Sie untersuchen und berücksichtigen Beeinträchtigungen durch die Umwelt auf die Gesundheit (Hygiene- und Umweltmedizin).
Laut Muster-Weiterbildungsordnung aus März 2008 wären folgende medizinischen Fachgebiete in alphabetischer Reihenfolge zu nennen. Die Anästhesiologie bereitet Operationen vor und nach, wirkt in der Intensivmedizin, Notfallmedizin und auch der Schmerztherapie zwecks Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen. Genaue Kenntnisse der Anatomie, in diesem Fall dem Aufbau menschlicher Organismen sind hier ebenso vonnöten.
Die Arbeitsmedizin beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen Arbeitsumgebung und -organisation und dem Menschen sowie seiner Gesundheit. Der Begriff Augenheilkunde ist selbsterklärend, wobei der Fokus bei dem Begriff Heilkunde stets auf der Beschäftigung mit Funktionsstörungen und Erkrankungen liegt. Die Biochemie arbeitet im grenzüberschreitenden Bereich zwischen Medizin, Biologie und Chemie, mit der „Chemie des Lebens“.
Die hierzulande weit entwickelte Chirurgie, bei der durch verschiedene Verfahren auf den Körper des Patienten eingewirkt wird, erstreckt sich auf zahlreiche Untergruppen von Gefäß-, Herzchirurgie über Kinderchirurgie, Unfall oder Thoraxchirurgie u.v.m.
Weitere Fachgebiete der Medizin
Weiterhin gibt es das Gebiet der Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sowie das Fachgebiet der Haut- und Geschlechtskrankheiten. Die Humangenetik erforscht das menschliche Erbgut, was zur Forschung und Stellung medizinischer Diagnosen genutzt wird.
Fachleute der inneren Medizin beschäftigen sich mit den inneren Organen, Nerven und Gefäßen des menschlichen Körpers, mit Hormonen, dem Blut (Hämatologie und Transfusionsmedizin) sowie der Behandlung von Krebs und Rheuma. In der Kinder- und Jugendmedizin haben sich einige Fachleute auf Teilgebiete in der Kardiologie, Onkologie und Hämatologie spezialisiert.
Laboratoriumsmedizin (Labormedizin), Mikrobiologie (Mikroorganismen), Virologie (Viren) und Infektionsepidemiologie (übertragbare Krankheiten) ist eher in Diagnostik oder Forschung anzusiedeln. Die Nuklearmedizin dient ebenfalls der Diagnostik unter Zuhilfenahme radioaktiver Substanzen. Die Radiologie setzt elektromagnetische Wellen zur Diagnostik ein. Die Strahlentherapie arbeitet mit ionisierender Strahlung zwecks Heilung oder Krankheitsverzögerung.
Neurochirurgen befassen sich mit dem zentralen und peripheren Nervensystem, wobei Neurologen sich mit deren Erkrankungen beschäftigen. Hierbei sind die Grenzen zur psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung, der Behandlung und Vorbeugung seelischer Erkrankungen, fließend. Die psychosomatische Medizin berücksichtigt körperlich-seelische Wechselwirkungen bei der Krankheitsentstehung und -behandlung.
Aufgaben des öffentlichen Gesundheitsdienstes zur Gesunderhaltung der Bevölkerung werden von den Gesundheitsämtern erfüllt. Die Pathologie beschäftigt sich mit den Erscheinungsformen und Ursachen von Krankheiten und die Pharmakologie mit den Einflüssen von Stoffen auf den menschlichen Körper bzw. dessen Heilung. Die Rehabilitationsmedizin soll den Betroffenen helfen, ihre körperliche und seelische Leistungsfähigkeit wiederherzustellen.
Die Rechtsmedizin wird auch forensische Medizin genannt. Sie lässt ihre gewonnenen Kenntnisse in die Rechtspflege und Kenntnisvermittlung an die Ärzteschaft einfließen.
Die Urologie behandelt Krankheiten der Harn ableitenden und -bildenden Nieren, der Harnblase, Harnröhre und des Harnleiters sowie der Geschlechtsorgane des Mannes.
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